Akupunktur
ist
eine fernöstliche, naturphilosophische Therapiemethode, die der
Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entstammt.
Der Therapeut beobachtet die Zusammenhänge zwischen der Natur und
dem kranken Menschen. Er sammelt Zeichen und Symptome. Betrachtet Körper,
Psyche, Verhalten oder Vorlieben und Abneigungen.
Durch das Nadeln spezifischer Punkte kann der gestörte Energiefluss,
durch den Krankheiten und Schmerzen entstehen wieder hergestellt oder
verbessert werden. Dies gilt allerdings nur für gestörte Körperfunktionen.
Zerstörtes kann die Akupunktur nicht reparieren. Da aber zerstörte
Strukturen wiederum gestörte Funktionen verursachen, kann hier
die Akupunktur doch regulierend eingreifen.
Akupunktur
kann z.
B. bei einer Arthrose mit Knorpelschädigungen den Verlust des Knorpels
nicht rückgängig machen, aber die damit verbundenen Schmerzen
an Muskeln, Sehnen, Bändern und im Bereich der Gelenkkapsel deutlich
verringern. Durch abschwellendes, besser durchblutetes Gewebe, wird
das Gelenk beweglicher, der Schmerz lässt nach und das Gelenk wird
besser trainierbar.
Die
Weltgesundheitsorganisation hat 2003 eine Indikationsliste für
Akupunktur veröffentlicht u.a.:
Die
Akupunkturbehandlung


Die
dünnen Akupunkturnadeln werden je nach Krankheitsbild und Konstitution
des Patienten an genau ausgewählten Punkten gesetzt. Die Stichtiefe
richtet sich nach den anatomischen Gegebenheiten.
Die anschließende Drehung, Auf- und Abbewegung der Nadel (Manipulation)
löst beim Patient ein dumpfes Ziehen oder auch elektrisierendes
Kribbeln entlang des Meridians aus, das sogenannte De Qi-Gefühl.
Mit dem Auftreten des Nadelgefühls weiß der Therapeut, dass
der Patient auf die Behandlung ansprechen wird. Die Nadeln werden meist
20-30 Minuten liegen gelassen. Oft werden einzelne Nadeln nachstimuliert.
Die meisten Patienten empfinden die Akupunktur, auch schon bei der ersten
Behandlung, als wohltuend, entspannend und erstaunlich schnell wirksam.
Wie
oft wird behandelt?
Die Behandlungsfrequenz ist je nach Krankhheitsbild und Tharapieziel
unterschiedlich. Bei akuten Erkrankungen ca. 2-3 x die Woche, bis die
Symptome abklingen. Bei chronischen Beschwerden 1-2 x die Woche, allerdings
haben sich chronische Beschwerden über Jahre entwickelt, es wäre
falsch anzunehmen, dass die Beschwerden innerhalb von Tagen verschwinden.
Man kann von einer Behandlungsdauer von 6 - 15 Sitzungen ausgehen. Danach
erfolgt eine Behandlungspause.
Oft
kombinierte Behandlungsverfahren, die zusammen mit der Akupunktur oder
auch getrennt durchgeführt werden kann, sind die Moxibustion und
das Schröpfen.
Moxibustion
Auch
Moxa-Therapie oder Moxen genannt. Bezeichnet das Abbrennen von Beifußkraut
über speziellen Akupunkturpunkten. Moxibustion wird hauptsächlich
bei chronischen Krankheiten eingesetzt.
Schröpfen

Ein
Therapieverfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, das zu
den ausleitenden Verfahren zählt. Schröpfgläser werden
kurz über eine Flamme gehalten und sofort im senkrechten Winkel
auf die Haut gesetzt und darin Unterdruck erzeugt. Durch diesen Unterdruck
soll eine Ausleitung von Schadstoffen über die Haut erreicht werden.
Eine
Schröpfkopfmassage kann eingesetzt werden bei Schmerzen, die ihre Ursache
nicht in der Tiefe haben helfen. Z. B. bei Fülle-Hitze-Syndromen wie
Schuppenflechte, Akne, Hautausschlägen, Schmerzen oder Rheuma; auch
bei Asthma bronchiale oder Migräne.
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